Bewegung

Was tut das System, wenn es sich bewegt? Und was macht es, wenn es steht? Wo ist das System, wenn die Tänzer nach Hause gehen? Wann legt sich das System zum Schlafen hin?

Am Ende der Reise angekommen, stehen wir am Anfang. Wir trafen eine erste Unterscheidung. Die erste Unterscheidung trennte System von Umwelt. Wir trafen eine zweite Unterscheidung und mit ihr die Form der Bewegung. Die zweite Unterscheidung schuf eine durch Bewegungen eines Systems geschaffene Raumform. Eine dritte Unterscheidung differenzierte Bewegung in sinnbehaftet und nicht-sinnbehaftet. Bewegungen, denen Sinn verliehen wird und die kommunikative Funktion haben, kann man als Tanz bezeichnen. Mit der Metapher Tanz lässt sich die Bewegungsform von Systemen beschreiben.

Ein systemischer Organisationsberater, der sich diese Unterscheidungen zu eigen macht, wird mit der systemischen Unschärferelation konfrontiert. Er muss entscheiden, ob er einen Prozess oder einen Status, ob er einen Film oder ein Bild betrachten will. Beobachtung von Bewegung erfolgt durch intuitive Wahrnehmung. Damit einher geht ein nicht-propositionales Wissen, ein Wissen, das in der Differenz zum analytischen Wissen einzuordnen ist.




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2012 | Pham | Systemische Beratung